Im Jahr 2003 gründeten die beiden Landwirte Ove Petersen und Heinrich Gärtner das Unternehmen gp-Solarpark. Zweck des Unternehmens ist die Planung, Entwicklung und der Betrieb von Photovoltaikanlagen.
Die beiden Landwirte lernten sich beim Landwirtschaftsstudium in Freising/ Weihenstephan kennen, und bewirtschaften beide seit Abschluss des Studiums ihren landwirtschaftlichen Heimatbetrieb.
Auf der Suche nach weiteren Standbeinen, alternativ zu den sich dramatisch verschlechternden landwirtschaftlichen Produktionsbedingungen in Deutschland, haben die beiden Agraringenieure bereits Anfang des Jahres 2003 begonnen, sich mit dem Thema regenerative Energien zu beschäftigen. Nach ausgiebigen Recherchen zum Bereich Photovoltaik, begann die Planungsphase zu den ersten Projekten.
Um die Datengrundlage zu vertiefen und eine sichere Datenbasis für die geplanten Projekte zu haben wurden von gp-Solarpark Ende 2003 zwei Versuchsanlagen installiert, in denen jeweils Module verschiedenster Hersteller von Photovoltaikmodulen unter Realbedingungen getestet werden. Zu diesem Zeitpunkt waren diese beiden Anlagen deutschlandweit die einzigen ihrer Art.
Anfang 2004 konnte dann bereits die erste Großanlage (100 Kilowatt installiert, Dachanlage, Standort Reußenköge) in Betrieb gehen. Nach den Bedingungen des 2004 novellierten EEG musste für die erste geplante Freiflächenanlage ein Genehmigungsverfahren zur Änderung des betreffenden Flächennutzungsplanes und die Aufstellung eines Bebauungsplanes mit der Ausweisung einer Sondergebietes zur Nutzung für Photovoltaik durchgeführt werden.
Das Verfahren wurde im Juli 2004 abgeschlossen und die Baugenehmigung erteilt. Im August 2004 ging der Solarpark Maierhof (1,005 Megawatt installierte Leistung, Freiflächenanlage, Standort Buttenwiesen/Bayern).
Vor kurzem wurde ein weiteres Freiflächenprojekt am Standort Reußenköge/ Nordfriesland abgeschlossen. Hier werden Module mit einer Gesamtleistung von 1,050 Megawatt installiert. Die damit größte Photovoltaikanlage Schleswig-Holsteins nahm im Dezember 2005 den Probebetrieb auf und wird im Mai 2006 offiziell in Betrieb genommen werden. Damit werden in Zukunft jährlich ca. 970 Megawattstunden Sonnenstrom in das Versorgungsnetz eingespeist. Dieser Ertrag wird auf einer bisher landwirtschaftlich genutzten Fläche von ca. 6 ha geerntet. Bedingt durch enorme Lieferengpässe bei deutschen Herstellern von Photovoltaikmodulen und durch die Ausrichtung der gp-Solarpark auf möglichst zukunftsweisende Technologien, kommen bei der Anlage Reußenköge Dünnschichtmodule des amerikanischen Herstellers First-Solar zum Einsatz. Insgesamt über 17000 Module wurden auf das patentierte Untergestell montiert. Die Konstruktion des Untergestells kommt ohne Betonfundamente aus, so dass die Auswirkungen auf die Umwelt minimiert und die vollständige Rückbaubarkeit der Anlage nach der Laufzeit gewährleistet werden.
Die bisherigen Erfahrungen mit den bereits bestehenden Anlagen zeigen, dass sowohl technisch als auch wirtschaftlich die Erwartungen erfüllt werden. |